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360-Grad-Bilder erstellen: Wie funktioniert’s?

Eine Szene aus dem Urlaub, wie sie fast jeder schon einmal erlebt hat: Sie schauen morgens vom Balkon Ihres Hotelzimmers auf das Panorama einer Stadt mit ihren vielen engen Gassen, in denen sich lebendigen Straßenszenen abspielen, Passanten und Mopeds bewegen sich zwischen historischen Bauwerken hin- und her. Nachmittags besichtigen Sie eine gotische Kirche in Ihrem Urlaubsort und stehend bewundernd unter der weitläufigen Kuppel mit all ihren bunten und detailreichen Fresken. Wie schön wäre es jetzt, wenn man diese Eindrücke in 360 Grad quasi realitätsgetreu auf einem Bild festhalten könnte? In etwa so wie bei der Rundum-Ansicht von Google Street View.

Fotograf Volker Wunderlich von 360Grad – Media – Design plaudert aus dem Nähkästchen und verrät uns, welche Ausstattung er für seine professionellen 360-Grad-Bilder benutzt und worauf er achtet, damit sein Kunden am Ende Bilder in den Händen hält, mit denen er sich auf einen virtuellen Spaziergang machen kann.

 

Welche Ausstattung benötige ich für 360 Grad Fotos?

Natürlich kann man auch mit einigen Smartphone-Kameras heutzutage bereits Panoramaaufnahmen machen. Doch ohne professionelles Aufnahmematerial braucht man viel Geduld und ein gewisses Vorwissen in Bildbearbeitung, da man die Fotos nach der Aufnahme am Computer recht aufwändig bearbeiten muss.

Für professionelle 360-Grad-Fotografie benötigt man eine DSLR (Digitale Spiegelreflexkamera), ein 8mm Fisheye Objektiv (in unserem Studio benutzen wir eins der Marke Sigma), ein Stativ mit Panoramakopf und einen Nodalpunktadapter.

Ein Stativkopf ist ein Arm, den man auf sein Kamerastativ setzen kann und der horizontal und vertikal um das Zentrum des Objektivs drehen kann. Die verkäuflichen Modelle lassen sich schnell und einfach auf fast allen gängigen Kamerastativen montieren. So lässt sich der Raum in seiner ganzen Weite auch mit einem „normalen“ Weitwinkelobjektiv ablichten.

Arbeitet man mit Fisheye Objektiven, kann man auch einen “Pano Ring” benutzen. So nennt man eine Objektivschelle, die ringförmig um das Fischaugenobjektiv greift und auf der Panoramaplatte montiert ist.

Mit einem Nodalpunktadapter lässt sich die Kamera auf dem Stativ so unter einem bestimmten Drehpunkt schwenken – den sogenannten Nodalpunkt -, dass die überlappenden Einzelaufnahmen später zu einem Panorama zusammengesetzt werden können. So stimmen auch Hinter- und Vordergrunddetails der Aufnahme überein. Oft ist der Nodalpunktadapter bereits in den Panoramakopf integriert.

 

Was muss ich bei der Aufnahme beachten?

Für ein perfektes Bild in 360 Grad werden 12 Aufnahmen benötigt. Diese nehme ich gewöhnlich als High Dynamic Range Bild auf. Vielleicht kennen Sie den HDR-Modus bereits von Ihrer Kamera? Ein HDR Bild ist eine Aufnahme mit einer gleichmäßigen Helligkeit, auf der Details und Kontraste sehr gut zum Vorschein kommen. Hierfür mache ich alle 90 Grad am Panoramakopf je 3 Fotos in einer Belichtungsreihe. Wir haben hier schon viele Einstellung ausprobiert, am besten geeignet ist Blende 8 bei ISO 400 und eine manuelle Schärfeeinstellung bis unendlich. Sind die Aufnahmen fertig, geht es an den Rechner, wo die eigentliche Arbeit beginnt. Die Fotos werden gestitcht, also mit speziellen Programmen zusammengefügt. Da ist nach unser Erfahrung “PTGUI” sehr gut geeignet. Dann füge ich noch in Photoshop den Nodalpunkt ein, bearbeite alles perfekt nach und schon ist das 360-Grad Foto fertig.

 

Was kann ich mit meinen 360-Aufnahmen machen?

Die fertigen 360-Grad-Bilder lassen sich entweder via App oder über den Desktop bei Google Street View hochladen. So können Sie das digitale Universum von Google Maps mit eigenen Bildern des entsprechenden Ortes befüllen. Auf Street View hochgeladen, kann man den Bildern dann Koordinaten zuordnen, so dass andere User von Google Maps sich die Orte ebenfalls anschauen können.

Haben Sie ein Unternehmen? Dann wecken Sie mit einer Street View-Innenansicht in der Google-Suche und auf Google Maps das Interesse potenzieller Kunden. Bei vielen Suchen in Google Maps nach einem bestimmten Unternehmen kommen 360-Grad-Bilder zum Einsatz. Laut Google fast 44%. Einträge mit Fotos und einer virtuellen Tour stoßen mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit auf Nutzerinteresse. Somit wird Ihr Unternehmen auch von den Suchmaschinen schneller gefunden.

Voraussetzung um als Street View Fotograf zertifiziert zu werden und das Logo zertifizierter Fotograf zu bekommen sind: Sobald man mindestens fünfzig 360°-Fotos veröffentlicht hat die von Google zugelassen werden, erhält man die begehrte Zertifizierung.

Auch bei Facebook können Sie Ihre Panoramabilder posten und mit Ihren Freunden teilen. Das funktioniert über die normale Upload-Funktion von Fotos.

 

Volker Wunderlich ist Inhaber der Media Agentur 360 Grad Media. Hier bietet er seinen Kunden ein breites Spektrum von Hotelfotografie, Businessfotografie, 360°-Panorama-Fotografie bis hin zu Hochzeitsfotografie für den Internetauftritt seiner Kunden oder als besondere Erinnerung. Vom Erstgespräch und der Abstimmung der Ideen bis hin zur Realisierung und Übergabe der finalen Bilder für den Internetauftritt des Kundens oder als wertvolle Erinnerung – ein Rundum-Kundenservice wird bei 360 Grad Media groß geschrieben.

 

 

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