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Fotografieren kann jeder – aber wann sollten Sie lieber auf einen Profi zurückgreifen?

Fotografieren kann jeder


Heutzutage ist es einfach, Bilder zu machen: Gute Kameras bekommt man schon recht günstig, der Auslöser ist schnell gedrückt, die Automatik sorgt für die korrekte Belichtung und der Autofokus für die richtige Schärfe – „Fotos machen” kann fast jeder. Wozu braucht man dann überhaupt noch professionelle Fotografen? Gerhard Westrich 
erzählt Ihnen, was einen guten Fotografen ausmacht und was den Profi vom Amateur unterscheidet.

Fotografieren kann jeder

Wimmelbild (Fotomontage) im Schwimmbad in der Seydlitzstraße.

1. Eine solide Basis – die richtige Technik macht’s

Eine gute Technik, sprich ein hochwertiges Gehäuse, mehrere Objektive mit verschiedenen Brennweiten, Blitzgerät usw., bildet die Basis für hochwertige Aufnahmen. Doch mit Technik ist nicht alleine die Qualität und der Umfang der Ausrüstung gemeint, sondern auch wie man diese einzusetzen weiß. Fotografen sind Kreative und genauso wie bei Schriftstellern, Musikern, Rednern, Malern oder anderen Künstlern braucht es neben den technische Grundlagen vor allem Talent. Ein Fotokünstler, der kreativ und empathisch ist, eine gute Beobachtungsgabe sowie die nötige Portion Neugierde, Geduld und Ehrgeiz besitzt, entwickelt seinen individuellen Stil, der die abgelichteten Motive im neuen Licht erscheinen lässt. So kann er oft auch mit mittelmäßigen Kameras herausragende Bilder schießen. Wie ich frei nach Gisèle Freund zu sagen pflege: „Nicht die Kamera macht das Bild, sondern die Person, welche Sie bedient.

2. Eine gute Vorbereitung

Zum perfekten Foto gehört viel mehr, als nur auf den Auslöser zu drücken, denn das Fotografieren an sich stellt zwar einen sehr wichtigen, aber meist relativ kleinen Teil der gesamten Arbeitsleistung dar. Vor einem Shooting gilt es zu recherchieren, mit den Kunden und/oder Models zu sprechen und auf deren Wünsche und Besonderheiten einzugehen, sich Gedanken zu passenden Locations und geeignetem Licht zu machen, vorab ein paar Testbilder zu schießen und dergleichen. Wird mit unerfahrenen Models oder Kindern gearbeitet, so ist es von Vorteil, verschiedene Vorschläge für Posen und einen Backup-Plan in petto zu haben. Lässt vielleicht ein Spielzeug gelangweilte Augen freudig strahlen? Oder fühlt sich das Model in dem ausgesuchten Outfit einfach nicht wohl? Ein erfahrener Fotograf hat hier immer einen Plan B an der Hand, mit dem er ein schwieriges Shooting retten kann.

3. Die Nachbearbeitung

Und nach dem Shooting? Nun gilt es aus der Vielzahl entstandener Bilder die Besten herauszusuchen und diesen mit sorgfältiger Bearbeitung den letzten Schliff zu verleihen. Gerade dieser letzte Schritt wird von vielen unterschätzt, denn erst mit der Zeit entwickelt man den Blick für ein gutes Einzelfoto und findet einen einheitlichen Bearbeitungsstil – von der Beherrschung der meist komplexen Bearbeitungsprogramme einmal abgesehen. Ein Foto, das sich von der Flut täglich produzierter Bilder abhebt, kennzeichnet sich zunächst einmal dadurch, dass es auffällt und uns zum längeren, genaueren Betrachten anregt. Damit das gelingt braucht es manchmal etwas Glück, vor allem aber ein geschultes Auge, Erfahrung und die Fähigkeit, einen bestimmten Moment vorauszusehen oder herbeizuführen. Um Ihnen den Stellenwert von Bildern, bewegt oder unbewegt vor Augen zu führen: Etwa 80 Prozent aller Informationen nehmen sehende Menschen über die Augen wahr.

4. Profi versus Amateur – wann überlässt man lieber dem Experten die Kamera?

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Ein Profi empfiehlt sich immer dann, wenn man möglichst nichts dem Glück oder Zufall überlassen möchte. So gibt es bei der Arbeit an Reportagen, Events und Hochzeiten viele unwiederbringliche Momente, die es in nur einem „Take” einzufangen gilt. Ein Amateur kann hier überfordert sein, vor allem da der Fotograf hier mehrere Stunden bis hin zu einem ganzen Tag im Einsatz ist.

Fotografie ist auch ein Medium, bei dem mit einer Serie ganze Geschichten erzählt, mit dem Stimmungen eingefangen, transportiert und erzeugt werden können. Die Fotografie vermag Dinge sichtbar zu machen, die der Trägheit unserer Augen entgehen. Sie kann Situationen, Ereignisse, eine Stimmung konzentriert erfassen und quasi jederzeit abrufbar machen. All das macht sie für mich auch zu etwas Magischem. Und: Sie vermag uns zu berühren. Das möchte ich mit meinen Bildern erreichen. Und das ist es, was Erfahrung, Feingefühl und ein gewisses Auge fordern.

Gerhard WestrichFotograf Gerhard Westrich ist seit 1998 in seinem Berliner Atelier und auf der ganzen Welt unterwegs, um die Magie des Augenblicks einzufangen und mit seinen Bildern eine Geschichte zu erzählen. Den Fokus legt er hierbei auf Reportage-, Portrait- und Eventfotografie.

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